Nachhaltig grillen – die besten Tipps

Sommer und Grillen gehören einfach zusammen. Mit wenigen einfachen Entscheidungen lässt sich das Grillvergnügen umweltfreundlicher gestalten und gleichzeitig Abfall vermeiden.
Langlebig statt Einweg
Einweggrills haben im Sommer Hochsaison. Sie bestehen meist aus Aluminium, Stahl und Holzkohle, werden nur einmal verwendet und verursachen unnötig viel Abfall. Besser geeignet sind langlebige Holzkohlegrills oder Elektrogrills mit Ökostrom, die viele Jahre genutzt werden können.
Auf die richtige Grillkohle achten
Wer mit Holzkohle grillt, sollte zu FSC-zertifizierter Grillkohle greifen. Das Siegel garantiert, dass das Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt. Bei Grillkohle ohne nachvollziehbare Herkunft lässt sich eine nachhaltige Waldwirtschaft nicht sicher nachvollziehen. Zum Anzünden eignen sich Holzwolle, Holzspäne oder natürliche Grillanzünder aus Wachs. Auf flüssige Grillanzünder oder Spiritus sollte verzichtet werden. Sie belasten nicht nur die Umwelt, sondern können auch gefährliche Stichflammen verursachen.
Mehrweg macht den Unterschied
Beim Grillen fällt oft mehr Abfall an als nötig. Einweggeschirr, Einwegbesteck und Einwegbecher werden meist nur kurz verwendet und anschließend entsorgt. Mehrwegalternativen wie Teller, Gläser, Stoffservietten und Besteck können immer wieder verwendet werden und reduzieren das Abfallaufkommen deutlich. Für größere Feiern und Gartenfeste können Sie sich bei vielen Abfallverbänden auch Mehrweggeschirr ausleihen – eine praktische und nachhaltige Lösung, wenn für viele Gäste gedeckt werden muss. Auch bei Getränken lässt sich Verpackungsabfall vermeiden. Mehrwegflaschen oder größere Gebinde, aus denen Getränke in Karaffen oder Krüge umgefüllt werden, sind die bessere Wahl.
Unser Tipp: Nehmen Sie zum nächsten Grillfest eine wiederbefüllbare Trinkflasche mit. Leitungswasser hat in Niederösterreich ausgezeichnete Qualität, spart Verpackungsmaterial und vermeidet Transportwege.
Regional einkaufen und Verpackungen vermeiden
Nachhaltigkeit beginnt bereits beim Einkauf. Regionale und saisonale Lebensmittel unterstützen heimische Betriebe, vermeiden lange Transportwege und überzeugen durch Frische. Gleichzeitig lässt sich Verpackungsabfall reduzieren, wenn lose Lebensmittel oder Produkte in Mehrwegverpackungen bevorzugt werden. Beim Einkauf am Bauernmarkt, im Hofladen oder in Geschäften mit Mehrweg und Unverpackt Angeboten lassen sich Verpackungen oft von vornherein vermeiden.
Unser Tipp: Wer Einkaufstaschen, Gemüsenetze und wiederverwendbare Behälter mitbringt, spart zusätzlich Einwegverpackungen.
Lebensmittel wertschätzen und Reste verwerten
Eine gute Einkaufsplanung hilft, nur so viel Grillgut vorzubereiten, wie tatsächlich benötigt wird. So entsteht Lebensmittelverschwendung gar nicht erst. Bleibt dennoch etwas übrig, lässt sich vieles weiterverwerten. Gegrilltes Gemüse eignet sich für Salate, Antipasti, Wraps oder Pasta. Fleisch kann beispielsweise für Sandwiches oder Aufläufe verwendet werden.
Unser Tipp: Hier finden Sie zahlreiche Rezepte zur kreativen Resteverwertung. So werden aus übrig gebliebenen Zutaten im Handumdrehen neue, köstliche Gerichte.
Nicht verzehrte Lebensmittel sollten möglichst rasch gekühlt und innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden. Überschüssiges Grillgut kann bei Bedarf auch eingefroren und später genossen werden. Unvermeidbare Küchen- und Gemüseabfälle, wie zum Beispiel Karottenschalen oder das Gehäuse von Paprika, gehören in die Biotonne oder auf den Kompost. So werden wertvolle organische Stoffe dem natürlichen Kreislauf zurückgeführt und können zu hochwertigem Kompost verarbeitet werden.
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Mehr Informationen Nachhaltigkeit beginnt beim Grillen
Nachhaltig grillen bedeutet nicht, auf Genuss zu verzichten. Ganz im Gegenteil: Wer langlebige Produkte nutzt, Mehrweg verwendet, regional einkauft und Lebensmittel bewusst einsetzt, spart Abfall und schont wertvolle Ressourcen. So wird jeder Grillabend zu einem kleinen Beitrag für Umwelt und Kreislaufwirtschaft.